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Favoriten - Belletristik

Unsere Favoriten

mehr Favoriten aus:
>> Krimi
>> Kinder- und Jugendbuch

Wir freuen uns Ihnen auf dieser Seite eine kleine Auswahl unserer Favoriten präsentieren zu können.
Viel Spaß mit den folgenden Buchtipps wünscht das Team von Ihrer Bücherstube!



Anne Reinecke
"Leinsee"

Diogenes Verlag 2018 € 24

Karl ist noch nicht einmal 30 und hat sich schon als Künstler in Berlin einen Namen gemacht. Er ist der Sohn von August und Ada Stiegenhauer, ›dem‹ Glamourpaar der deutschen Kunstszene. Doch in der symbiotischen Beziehung seiner Eltern war kein Platz für ein Kind. Nun ist der Vater tot, die Mutter schwer erkrankt. Karls Kosmos beginnt zu schwanken und steht plötzlich still. Die einzige Konstante ist ausgerechnet das kleine Mädchen Tanja, das ihn mit kindlicher Unbekümmertheit zurück ins Leben lockt. Und es beginnt ein Roman, wild wie ein Gewitter, zart wie ein Hauch.

Es ist besonders der Ton dieses Romans, bei dem man aufhorcht. Anne Reinecke erzählt von großem Glück und großer Trauer, ohne je kitschig zu werden. Ihre Sprache ist frech, aber einfühlsam, fordernd, aber klug, mal ganz laut, mal ganz leise mit einem unglaublichen Humor. Sie erschafft Figuren, die unvergesslich sind, menschlich in ihrem Handeln, mit denen man fiebert und leidet.

 

Erri De Luca
"Den Himmel finden"

List Verlag 2018 € 17,00
Aus dem Italienischen übersetzt von Annette Kopetzki.

Erri De Luca ist der beste Autor des Jahrzehnts.“ Corriere della Sera

Ein kleines Bergdorf in Italien. Hier lebt der namenlose Erzähler recht unbehelligt als Bildhauer, Restaurator und Bergführer, bis er eines Tages einen ungewöhnlichen Auftrag übernimmt: Er soll die lebensgroße Statue eines gekreuzigten Jesus „entkleiden“. Dem in Marmor gehauenen Gottessohn wurde nachträglich ein Lendenschurz übergestülpt, nun soll er wieder in seiner ganzen Nacktheit erscheinen. Der selbst nicht sehr gläubige Erzähler ist ratlos – handelt es sich um einen Akt der Blasphemie? Er wendet sich an den Bischof, spricht mit einem Rabbiner und einem muslimischen Arbeiter, sucht Antworten auf die Frage nach den Grenzen von Leben und Kunst in der Religion. Eindrucksvoll und sprachmächtig schildert De Luca, wie sich dem Bildhauer während seiner Arbeit die Erfahrung des Glaubens immer tiefer erschließt.


 

Claudia Pineiro
"Der Privatsekretär"

Unionsverlag 2018 € 22,00
Aus dem Spanischen von Peter Kultzen

Smart, skrupellos und erfolgreich verlogen: Ein Thriller um die neue Politikergeneration.

Román Sabaté wundert sich über seinen rasanten Aufstieg in der aufstrebenden neuen Partei Pragma. Als persönlicher Assistent des charismatischen Parteichefs steht er im Zentrum der ausgeklügelten Kampagne, die unter Einsatz von Desinformation, Halbwahrheit und manipulierten Emotionen versucht, ihren Chef an die Macht zu bringen. Als er erkennt, welches Spiel mit ihm und dem Land getrieben wird, versucht er, sich und die junge Journalistin Valentina Sureda aus dem Netz der Lügen zu befreien – und löst damit ein politisches Erdbeben aus.




Maxim Biller
"Sechs Koffer"

Kiepenheuer & Witsch 2018 € 19,00

Eine berührende Familiengeschichte – und ein virtuoser literarischer Kriminalroman von großer politischer Aktualität.

In jeder Familie gibt es Geheimnisse und Gerüchte, die von Generation zu Generation weiterleben. Manchmal geht es dabei um Leben und Tod. In seinem neuen Roman erzählt Maxim Biller von einem solchen Gerücht, dessen böse Kraft bis in die Gegenwart reicht. »Sechs Koffer« – die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich – ist ein virtuoses literarisches Kunststück. Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem großen Verrat, einer Denunziation. Das Opfer: der Großvater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht: die eigene Verwandtschaft. Was hier auf wenig Raum gelingt, sucht seinesgleichen in der deutschen Gegenwartsliteratur: eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, über das tschechische Kino der Nachkriegszeit, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften sexsüchtiger Kultur-Apparatschiks. Zugleich ist es aber auch eine Geschichte über das Leben hier und heute, über unsere moderne, zerrissene Welt, in der fast niemand mehr dort zu Hause ist, wo er geboren wurde und aufwuchs. »Sechs Koffer« ist ein Roman von herausragendem stilistischen Können, elegantem Witz und einer bemerkenswerten Liebe zu seinen Figuren: Literatur in Höchstform – und spannend wie ein Kriminalroman.



Christina Dalcher
"VOX"

S.Fischer 2018 € 20,00
Aus dem Amerikanischen von Marion Balkenhol und Susanne Aeckerle

In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.

Das ist der Anfang.

Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.

Aber das ist nicht das Ende.

Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.






Ayobami Adebayo
"Bleib bei mir"

Piper Verlag 2018 € 22,00
Übersetzt von: Maria Hummitzsch

Yejide hofft auf ein Wunder. Sie will ein Kind. Ihr geliebter Mann Akin wünscht es sich, ihre Schwiegermutter erwartet es. Sie hat alles versucht: Untersuchungen, Pilgerreisen und Stoßgebete – vergeblich. Dann nimmt ihre Schwiegermutter das Heft in die Hand und stellt Akin eine zweite Frau zur Seite. Eine, die ihm ein Kind schenken kann. Dabei haben sich Akin und Yejide entgegen der nigerianischen Sitten entschieden, keine zweite Frau in die Ehe zu holen. Doch jetzt ist sie da, und Yejide voller Wut und Trauer. Um ihre Ehe zu retten, muss sie schwanger werden – aber um welchen Preis?

Ayobami Adebayo's Debütroman erzählt mit emotionaler Kraft eine universelle Geschichte. Wie viel sind wir bereit zu opfern, um eine Familie zu bekommen?



Jan Brokken
"Sibirische Sommer mit Dostojewski"

Kiepenheuer & Witsch 2018 € 22,00

Der Baron, der Dostojewski zum Autor machte: die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft.

Er war der Mann, der Dostojewski zum Autor machte: der baltische Baron Alexander von Wrangel. Der preisgekrönte niederländische Autor Jan Brokken erzählt von der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen von Wrangel und Fjodor Michailowitsch Dostojewski, die in der Verbannung in Sibirien ihren Anfang nahm.

Alles beginnt im Jahr 1849, als der junge Militärkadett Alexander von Wrangel der Hinrichtung einiger Aufständischer beiwohnen soll, die buchstäblich in letzter Sekunde begnadigt und in die Verbannung nach Sibirien geschickt werden. Einer der Aufständischen ist Dostojewski, ein junger, vielversprechender Schriftsteller, den das Los der Verbannung und das damit verbundene Schreibverbot hart treffen. Im sibirischen Semipalatinsk kreuzen sich die Wege der beiden einige Jahre später wieder. Dostojewski nimmt die Freundschaft dankbar an, die ihm von Wrangel, der als junger Staatsanwalt nach Sibirien beordert wurde, anbietet. Im »Kosakengarten«, dem Sommerhaus, das von Wrangel für sich und den Dichter gemietet hat, verbringen die beiden viel Zeit mit Gesprächen und gemeinsamer Lektüre. Und sie tauschen sich intensiv über ihre jeweiligen unglücklichen Lieben zu zwei auf ihre Weise sehr starken Frauen aus. Mit der Rehabilitation Dostojewskis und seiner Begnadigung, an der von Wrangel maßgeblichen Anteil hat, endet die gemeinsame Zeit – und auch die enge Freundschaft der beiden.

Jan Brokken konnte für dieses einfühlsame Porträt einer außergewöhnlichen Freundschaft auf Originalbriefe zurückgreifen, die ihm die Nachkommen Alexander von Wrangels zur Verfügung gestellt haben und die bisher keiner breiteren Öffentlichkeit zugänglich waren.




Imbolo Mbue
"Das geträumte LAND"

Kiepenheuer & Witsch TB 2018 € 11,00
Aus dem amerikanischen Englisch von Maria Hummitzsch

Imbolo Mbues hochgelobtes Debüt erzählt die unvergessliche Geschichte zweier Familien unterschiedlicher Herkunft, die in New York kurz vor der Bankenkrise aufeinandertreffen. Die Lehman-Brothers-Pleite bringt nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Wertesystem gehörig durcheinander.

Jende Jonga hat es endlich geschafft, seine Frau und seinen kleinen Sohn aus Kamerun nach Amerika zu holen. Das Glück scheint komplett, als Jende den Job als Chauffeur von Clark Edwards, einem Manager der Lehmann Brothers Bank, ergattert. Und Mrs Edwards engagiert Jendes Frau sogar als Haus- und Kindermädchen in ihrem Sommerhaus in den Hamptons. Die beiden Familien könnten unterschiedlicher nicht sein und wollen doch dasselbe: ihren Kindern eine gute Zukunft bieten. Allerdings ist das Leben der Bankerfamilie längst nicht so perfekt und glamourös, wie es zunächst scheint. Als Lehman Brothers pleitegeht, ist die Fassade nicht mehr aufrechtzuerhalten.
Die Jongas versuchen verzweifelt, Jendes Job zu retten – auch um den Preis ihrer Ehe. Das Leben der beiden Paare wird dramatisch auf den Kopf gestellt und Jende sieht sich gezwungen, eine unmögliche Entscheidung zu treffen.

Ein hochaktueller, brillant geschriebener Roman über Familie, Immigration, Heimat und Gesellschaft, der uns alle angeht.





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